Hintergrund
Der Gender-Dysphorie-Test ist die interaktive Version der Deenz Gender Dysphoria Scale (DGDS).
Der Zweck dieser Beurteilung besteht darin, Gedanken, Gefühle, Präferenzen und Erfahrungen im Zusammenhang mit Geschlechtsidentität, persönlichem Ausdruck, körperbezogenen Wahrnehmungen, sozialer Angleichung und Selbstakzeptanz zu bewerten. Die Skala wurde entwickelt, um Tendenzen im Zusammenhang mit subclinical Geschlechtsdysphorie trait zu messen und zu untersuchen, wie geschlechtsbezogene Belastungen oder Unbehagen das emotionale Wohlbefinden und das tägliche Leben beeinflussen können.
Geschlechtsdysphorie bezieht sich auf das Leid, das auftreten kann, wenn das erlebte oder ausgedrückte Geschlecht einer Person vom bei der Geburt zugewiesenen biologischen Geschlecht abweicht. Das Konzept ersetzte den früheren diagnostischen Begriff „Geschlechtsidentitätsstörung“ in der fünften Ausgabe des Diagnostischen und Statistischen Handbuchs Psychischer Störungen (DSM-5). Diese Änderung spiegelte eine Abkehr von der Betrachtung geschlechtlicher Vielfalt als Störung wider und hin zu einem Verständnis für die Belastung, die manche Menschen in Bezug auf ihre Geschlechtsidentität, ihren Geschlechtsausdruck oder ihre körperlichen Merkmale erleben können.
Personen, die geschlechtsbezogene Belastungen erleben, können unter emotionalem Unbehagen, Unsicherheit hinsichtlich ihrer Identität, Unzufriedenheit mit Aspekten ihres Aussehens, sozialen Herausforderungen oder Schwierigkeiten leiden, sich authentisch auszudrücken. Der Schweregrad und die Art dieser Erfahrungen variieren erheblich zwischen einzelnen Personen und in verschiedenen Lebensphasen.
Die Deenz-Skala zur Geschlechtsdysphorie wurde entwickelt, um fünf übergeordnete Dimensionen zu bewerten, die mit geschlechtsbezogenen Erfahrungen zusammenhängen: emotionales Unbehagen, Ausdruckspräferenz, soziale Anpassung, Körperempfinden sowie Identität und Selbstakzeptanz. Diese Dimensionen liefern Einblicke darin, wie Menschen sich selbst wahrnehmen, ihre Identität zum Ausdruck bringen, mit anderen umgehen und wie wohl sie sich mit ihrem Aussehen und ihrer persönlichen Identität fühlen.
Verfahren
Die Bewertung besteht aus 25 Aussagen und dauert in der Regel 3–5 Minuten. Die Teilnehmer*innen beantworten Aussagen, die persönliche Gefühle, körperbezogene Erfahrungen, Identitätspräferenzen, Selbstwahrnehmungen, soziale Interaktionen und emotionale Reaktionen beschreiben. Für jede Aussage wählen die Teilnehmer*innen die Antwort aus, die ihre typischen Gedanken, Gefühle oder Erfahrungen am besten widerspiegelt.
Teilnahme
Diese Bewertung richtet sich an Jugendliche und Erwachsene, die Erfahrungen im Zusammenhang mit Geschlechtsidentität, persönlichem Ausdruck, körperbezogenen Gefühlen und Selbstakzeptanz erkunden möchten. Die Teilnahme an dieser Bewertung ist vollständig nononym. Es werden keine personenbezogenen Daten erfasst oder gespeichert. Diese Bewertung dient ausschließlich Bildungs-, Forschungs-, Screening- und Selbstreflexionszwecken.
Bewertung & Interpretation
Die Bewertung umfasst 25 Items, die auf einer fünfstufigen Zustimmungsskala bewertet werden. Einige Items werden umgekehrt gewertet, um eine Verzerrung der Antworten zu verringern.
Die Ergebnisse umfassen einen Gesamtindexwert sowie Werte für fünf Dimensionen:
• Emotionales Unbehagen
• Ausdruckspräferenz
• Soziale Anpassung
• Körperempfindungen
• Identität & Selbstakzeptanz
Die Dimensionswerte werden auf eine Skala von 0 bis 100 standardisiert und anhand qualitativer Kategorien interpretiert.
Die Gesamtergebnisse werden in fünf Interpretationsbereiche eingeteilt:
• Minimal
• Mild
• Moderate
• High
• Very High
Deenz Gender Dysphoria Scale (DGDS) Fragebogen
Nachfolgend finden Sie den Deenz Gender Dysphoria Scale (DGDS), einen digital angepassten 25- Fragen-Fragen-Selbstbeurteilungsfragebogen. Diese Bewertung stellt keine klinische Diagnose, medizinische Feststellung oder einen Ersatz für eine professionelle psychologische Begutachtung dar. Anonyme Antworten können in Forschungsstatistiken und normativen Datensätzen berücksichtigt werden.Bitte lesen Sie jede Aussage sorgfältig durch. Antworten Sie ehrlich und wählen Sie die Option, die Ihre persönlichen Erfahrungen und Gefühle am besten widerspiegelt. Es gibt no richtige oder falsche Antworten.