Hintergrund
Deenz Misophonie Fragebogen (DMQ-R) wurde entwickelt, um individuelle Unterschiede bei misophoniebezogenen Erfahrungen in verschiedenen psychologischen und verhaltensbezogenen Bereichen zu messen.
Die Untersuchung berücksichtigt aktuelle Forschungsergebnisse zu Misophonie, Geräuschempfindlichkeit, emotionaler Reaktivität, Vermeidungsverhalten, funktionellen Beeinträchtigungen und Schwierigkeiten bei der Selbstwahrnehmung im Zusammenhang mit Auslösergeräuschen.
Misophonie wirkt sich auf vielfältige Weise auf eine Person aus: Betroffene können sich selbst die Schuld geben, sich hilflos fühlen, anderen die Schuld geben oder die Situation als Bedrohung wahrnehmen. Kurz gesagt kann Misophonie das soziale und persönliche Leben einer Person beeinträchtigen. Der Deenz-Misophonie-Fragebogen wurde entwickelt, um den Schweregrad der emotionalen Reaktion zu messen, wenn eine Person dem Auslöser ausgesetzt ist.
Bei Misophonie lösen bestimmte Geräusche Reaktionen aus (z. B. Kauen, Atmen, Klopfen, Schnüffeln, Klicken). Manche Menschen reagieren möglicherweise stark, wenn jemand kaut, während andere sich unwohl fühlen, wenn sie ein Klickgeräusch hören. Der Zweck der Selbsteinschätzung besteht nicht darin, den spezifischen Auslöser zu identifizieren, sondern zu untersuchen, wie stark eine Person auf diese Geräusche reagiert.
Vorgehensweise
Die Teilnehmer beantworten eine Reihe von Fragen zur Geräuschempfindlichkeit und zu ihren Reaktionen auf störende Geräusche, die sie im letzten Monat erlebt haben.
Bewertung und Auswertung
Die Untersuchung besteht aus 7 Teilen; im ersten Teil geht es darum, Informationen zu Auslösern zu sammeln (Auslöserempfindlichkeit). Ziel ist es, festzustellen, welche Geräusche oder visuellen Reize die Reaktion auslösen. In Teil 1 wird jede Frage als Ja/Nein-Auswahl präsentiert; wählt der Teilnehmer „Ja“, sind die spezifischen Auslöser vorhanden. Beispielfrage: Geräusche beim Essen und Trinken: Kaugeräusche, Knirschen beim Essen, Schmatzen, Schluckgeräusche, Schlürfen von Getränken, feuchte Mundgeräusche; falls keines davon zutrifft, dann andere Geräusche im Zusammenhang mit dem Essen. Die Untersuchung umfasst 52 mögliche Auslöser. Jeder ausgewählte Auslöser erhält 1 Punkt, während nicht ausgewählte Auslöser 0 Punkte erhalten. Wenn ein Teilnehmer beispielsweise 13 Auslöser auswählt: (13 ÷ 52) × 100 = 25 %.
Der zweite Teil umfasst 12 Aussagen zur emotionalen Reaktion auf den Auslöser, wie z. B. Wut, Frustration usw. Der dritte Teil befasst sich mit physiologischen Reaktionen; hier wird der Teilnehmer auf körperliche Reaktionen wie Herzrasen oder erhöhte Wachsamkeit bei Konfrontation mit dem Auslöser untersucht. Der vierte Teil befasst sich mit kognitiven Reaktionen; dieser Teil versucht, mentale Reaktionen wie den Verlust der Selbstkontrolle oder Bewältigungsstrategien zu bewerten. Teil 5 ist wichtig, da er versucht, das Vermeidungsverhalten zu messen, wenn eine Person der Auslösersituation ausgesetzt ist, wie z. B. das Meiden von Menschen oder die Verwendung von Ohrstöpseln usw. Der sechste Teil befasst sich mit funktionellen Beeinträchtigungen; hier wird der Teilnehmer hinsichtlich der allgemeinen Auswirkungen auf die Alltagsfunktionen bewertet. Der siebte Teil versucht, die durch Misophonie hervorgerufenen Gefühle gegenüber sich selbst zu messen, wie z. B. das Gefühl, anders zu sein als andere, oder die Angst vor Ablehnung usw. Für die Teile 2–7 verwenden alle Items eine Bewertungsskala von 0 bis 4, wobei „Nie“ = 0 und 4 = „Fast immer“ ist. Beispiel für die Auswertung: Teil 2 – (Dimension „Emotionale Reaktionen“) enthält 12 Items, die maximal mögliche Punktzahl beträgt: 12 × 4 = 48; wenn ein Teilnehmer also eine Rohpunktzahl von 30 erreicht, lautet die Formel: (30 ÷ 48) × 100 = 62,5 %.
Deenz Misophonie Fragebogen (DMQ-R) Fragebogen
Nachstehend finden Sie die Deenz Misophonie Fragebogen (DMQ-R), eine digital angepasste 140- Artikel Fragebogen zur Selbsteinschätzung. Bitte beantworten Sie jede Aussage ehrlich auf der Grundlage Ihrer Erfahrungen im letzten Monat. Wählen Sie die Antwort aus, die am besten widerspiegelt, wie oft Sie die jeweilige Reaktion, den Gedanken, das Verhalten oder die Schwierigkeit erleben. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. In der Regel dauert das Ausfüllen des Fragebogens etwa 15 Minuten; es gibt jedoch keine zeitliche Begrenzung.