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Bin ich ein pathologischer Lügner? – Beurteilung pathologischen Lügens (PLA)

Diese Selbsteinschätzung basiert auf Pathological Lying Selbsteinschätzung (PLA), ein ursprünglich von … entwickelter Selbsttest mit 29 Fragen DM Dar. Drdeenz stellt eine interaktive digitale Version ausschließlich zu Bildungs-, Informations- und Selbstentdeckungszwecken zur Verfügung. Weiterlesen

Pathological Lying Selbsteinschätzung (PLA)

Hintergrund

Die meisten Menschen lügen, aber manche lügen sehr viel, (DePaulo et al., 1996). Ein pathologischer Lügner ist jemand, der ständig Lügen erzählt, auch wenn es keinen triftigen Grund dafür gibt. Manche Menschen haben die Neigung oder Gewohnheit, ununterbrochen Geschichten zu erfinden, was zur Regel wird und es anderen erschwert, ihnen zu vertrauen. Pathologisches Lügen, auch als zwanghaftes Lügen oder Pseudologia fantastica bezeichnet, beschreibt ein anhaltendes Muster unehrlichen Verhaltens, das über gelegentliche oder situationsbedingte Täuschungen hinausgeht. Während die meisten Lügen dem Selbstschutz dienen, kann zwanghaftes oder pseudologisches Lügen schwer zu kontrollieren sein und das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen.

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass pathologisches Lügen mehrere psychologische Prozesse umfasst, darunter gewohnheitsmäßige Täuschung, Impression Management, Impulsivität, mangelnde Verhaltenskontrolle und Schwierigkeiten beim Aufrechterhalten wahrheitsgemäßer zwischenmenschlicher Beziehungen.

Bei der ursprünglichen Entwicklung des Pathological Lying Selbsteinschätzung (PLA) wurde erkannt, dass die Merkmale und Motivationen hinter dem Lügen komplex und vielschichtig sein können. Part 1 befasst sich mit dem Verhaltensprofil häufiger Lügenarten, die von den Teilnehmern angegeben werden; in den Teilen 2 und 3 werden der Schweregrad gewohnheitsmäßiger Täuschung sowie deren psychologische und soziale Auswirkungen bewertet.

Vorgehensweise

Die Teilnehmer müssen die Untersuchung in drei Teilen absolvieren. Part 1 ist ein Lügenprofil-Inventar, das vier Gruppen von Täuschungsverhalten umfasst. Die Teilnehmer müssen angeben, ob sie sich in den einzelnen Kategorien wiedererkennen, und die spezifischen Arten des Lügenverhaltens auswählen.

Part 2 enthält 10 Aussagen: Gewohnheitsmäßige Täuschung (5 Items) und Selbstdarstellung (5 Items).

Part 3 enthält 15 Aussagen: Impulsives Lügen (5 Items), Kontrollschwierigkeiten (5 Items) und zwischenmenschliche Konsequenzen (5 Items).

Die Antworten aus den Teilen 2 und 3 werden zur Berechnung der Dimensionswerte und eines Gesamtprofils zum Schweregrad des pathologischen Lügens herangezogen.

Bewertung und Auswertung

Part 1 erstellt ein Lügenprofil und eine Zusammenfassung der Auslöser. Jeder Unterpunkt erhält 1 Punkt, wird jedoch separat berechnet und hat keinen Einfluss auf die Dimensionswerte.

Part 2 misst zwei Dimensionen: Gewohnheitsmäßiges Täuschen (5 Items) | Selbstdarstellung (5 Items)

Part 3 misst drei Dimensionen: Impulsives Lügen (5 Items) | Kontrollschwierigkeiten (5 Items) | Zwischenmenschliche Konsequenzen (5 Items)

Alle bewerteten Items verwenden eine Fünf-Punkte-Antwortskala von 0 (Nie) bis 4 (Sehr oft).

Es sind fünf umgekehrt gewertete Items enthalten (eines pro Dimension).

Punktbereich der Dimensionen: Gewohnheitsmäßige Täuschung: 0–20, Selbstdarstellung: 0–20, Impulsives Lügen: 0–20, Kontrollschwierigkeiten: 0–20, Zwischenmenschliche Konsequenzen: 0–20

Gesamt-Schweregradbereich: 0–100 | Prozentuale Punktzahl = (Rohwert ÷ maximal mögliche Punktzahl) × 100

Höhere Werte weisen auf eine größere Häufigkeit, Beharrlichkeit und Auswirkung des pathologischen Lügverhaltens hin.

Pathological Lying Selbsteinschätzung (PLA) Fragebogen

Anweisungen und Bedingungen

Nachstehend finden Sie die Pathological Lying Selbsteinschätzung (PLA), eine digital angepasste 29- Artikel Fragebogen zur Selbsteinschätzung. Bitte beantworten Sie jede Aussage auf der Grundlage Ihrer persönlichen Erfahrungen. Wenn Sie in Teil 1 „Ja“ wählen, müssen Sie alle Lügverhaltensweisen auswählen, die auf Sie zutreffen könnten. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Ihre Antworten auf jede Frage sollten Ihr übliches Verhalten widerspiegeln und nicht nur einzelne Situationen.



Quellen
  • Dar, D. M. Pathological Lying Assessment (PLA). DrDeenz-Forschungsprojekt.
  • Dike, C. C., Baranoski, M., & Griffith, E. E. H. (2005). Pathological lying revisited. Journal of the American Academy of Psychiatry and the Law, 33(3), 342–349.
  • Ford, C. V. (1996). Lügen! Lügen!! Lügen!!! Die Psychologie der Täuschung. American Psychiatric Press.
  • Vrij, A. (2008). Lügen und Täuschung erkennen: Fallstricke und Chancen (2. Aufl.). Wiley.

  • Versionsverlauf

    Version 1.0 – Erstveröffentlichung.