Deenz-Skala für Minderwertigkeitskomplexe (DICS)
Die Deenz-Minderwertigkeitskomplex-Skala (DICS-21) ist ein kurzes Selbstauskunftsinstrument, das entwickelt wurde, um etwas zu erfassen, was viele Menschen empfinden, aber selten klar benennen: das stille Gefühl, nicht ganz den Anforderungen zu genügen. Anhand von 21 Aussagen untersucht sie, wie sich dies im Alltag äußert – durch Selbstzweifel, ständige Vergleiche, Angst vor Bewertungen und Unbehagen hinsichtlich des eigenen Wertes. Die Skala unterteilt dies in vier Dimensionen: Leistungszweifel, sozialer Vergleich, Bewertungsangst und Selbstzweifel. Indem man diese separat betrachtet, anstatt sie als ein einziges vages Gefühl zu sehen, lässt sich leichter erkennen, woher die eigenen Muster tatsächlich stammen und wie sie sich bei der Arbeit, in Beziehungen und in der Selbstwahrnehmung auswirken.
Sie erhalten 21 kurze Aussagen, die alltägliche Situationen beschreiben – solche, denen die meisten Menschen regelmäßig begegnen. Bewerten Sie für jede Aussage auf einer einfachen 5-Punkte-Skala, inwieweit sie auf Sie zutrifft (1 = Trifft überhaupt nicht auf mich zu bis 5 = Trifft sehr auf mich zu). Sie können den Test alleine oder in einer Gruppe, auf Papier oder online absolvieren. Es gibt keine Zeitbegrenzung, und die meisten Menschen benötigen dafür etwa 5 bis 10 Minuten.
Diese Skala richtet sich an Jugendliche und Erwachsene. Sie bietet eine schnelle Möglichkeit, einen Eindruck von alltäglichen Selbstzweifeln zu gewinnen, davon, wie oft Sie sich mit anderen vergleichen und wie Sie mit Bewertungen umgehen. Sie eignet sich gut für Forschungszwecke, den Unterricht oder einfach dazu, sich selbst besser zu verstehen – sie ist jedoch nicht dafür gedacht, klinische Diagnosen zu stellen.
Insgesamt gibt es 21 Aussagen, die jeweils auf einer 5-Punkte-Skala bewertet werden (1 = Stimme überhaupt nicht zu bis 5 = Stimme voll und ganz zu). Eine Aussage – Nummer 16 – wird umgekehrt gewertet, da sie anders formuliert ist als die anderen. Die Aussagen lassen sich in vier Gruppen unterteilen: Leistungszweifel: Aussagen 2, 3, 7, 11, 19 (Rohwertbereich 5–25) Sozialer Vergleich: Items 1, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 12 (Rohwertbereich 8–40) Bewertungsangst: Items 13, 14, 15, 16 (Rohwertbereich 4–20) Selbstzweifel: Items 17, 18, 20, 21 (Rohwertbereich 4–20) Ihre Gesamtpunktzahl ergibt sich einfach aus der Summe aller 21 ausgewerteten Items und liegt somit zwischen 21 und 105. Um Vergleiche zu erleichtern, wird die Punktzahl jeder Dimension zusätzlich auf eine standardisierte Skala von 0–100 umgerechnet.
Wenn ich in einer Gruppe spreche, habe ich das Gefühl, dass andere es besser machen würden.
Wenn ich etwas Neues beginne, fühle ich mich unsicher.
Wenn mir Verantwortung übertragen wird, zweifle ich an mir selbst.
Im Wettbewerb erwarte ich, dass andere besser abschneiden.
Wenn ich etwas Neues lerne, habe ich das Gefühl, langsamer zu sein als andere.
Im Wettbewerb mit Gleichaltrigen fühle ich mich weniger fähig.
Wenn ich die Führung übernehme, fühle ich mich unsicher.
Wenn ich begabte Menschen sehe, fühle ich mich entmutigt.
Ich habe das Gefühl, hinter meinen Gleichaltrigen zurückzubleiben.
In einer Gruppe denke ich, dass andere fähiger sind.
Wenn ich an meine Zukunft denke, fühle ich mich unsicher.
Der Erfolg anderer lässt mich an mir selbst zweifeln.
Beurteilt zu werden, macht mich unruhig.
Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, ist mir unangenehm.
Wenn ich öffentlich gefragt werde, zögere ich.
Ich bleibe auf meine Aufgaben konzentriert, auch wenn andere mir Aufmerksamkeit schenken.
Lob kommt mir unverdient vor.
Meine Ideen kommen mir nicht gut genug vor.
Fehler kommen mir wie ein Mangel an Fähigkeit vor.
Komplimente lassen mich zweifeln.
Ich konzentriere mich auf das, was mir fehlt.
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