Deenz Kleptomanie Inventar (DKI)
Kleptomanie ist eine Impulskontrollstörung, die durch ein wiederkehrendes Unvermögen gekennzeichnet ist, dem Drang zu widerstehen, Gegenstände zu stehlen, die in der Regel weder für den persönlichen Gebrauch noch als Geldwert benötigt werden. Im Gegensatz zu typischen Diebstählen, die durch finanziellen Gewinn, Wut oder Rache motiviert sind, erleben Menschen mit Kleptomanie unmittelbar vor der Tat ein zunehmendes Gefühl der Anspannung, gefolgt von Befriedigung, Erleichterung oder Freude während des Diebstahls. Trotz der vorübergehenden Erleichterung führt die Störung häufig zu erheblichen Schuldgefühlen, Scham, sozialer Isolation und möglichen rechtlichen Konsequenzen. Das Deenz-Kleptomanie-Inventar (DKI) dient dazu, diese psychologischen Muster anhand von drei primären klinischen Dimensionen zu bewerten: Impulsive Triebe & Anspannung, Befriedigung & emotionale Entlastung sowie Belastung & Beeinträchtigung nach dem Diebstahl. Das Verständnis dieser unterschiedlichen Komponenten kann dazu beitragen, den Schweregrad der Probleme bei der Impulskontrolle und die damit verbundenen emotionalen Zyklen zu verdeutlichen.
Das Deenz-Kleptomanie-Inventar richtet sich an Erwachsene und Jugendliche, die ihre Muster des zwanghaften Diebstahls oder ihrer Impulskontrolle besser verstehen möchten. Es kann auch von Klinikern, Pädagogen und Forschern zu Screening- und Forschungszwecken genutzt werden. Die Teilnahme ist vollständig anonym, und individuelle Sitzungsdaten werden nicht dauerhaft gespeichert.
Diese Untersuchung besteht aus 20 Items, die auf einer Fünf-Punkte-Skala (0 bis 4) bewertet werden. Die Antworten auf die Items werden addiert, um eine Rohgesamtpunktzahl zwischen 0 und 80 zu ermitteln, wobei höhere Werte auf einen schwereren Schweregrad der Kleptomanie-Symptome hinweisen. Die Ergebnisse liefern einen Gesamtindexwert sowie Werte für drei spezifische Dimensionen: Impulsive Triebe & Anspannung, Befriedigung & emotionale Entlastung sowie Belastung & Beeinträchtigung nach dem Diebstahl. Die Dimensionswerte sind auf eine Skala von 0 bis 100 standardisiert. Die Gesamtwerte werden in fünf Interpretationsbereiche eingeteilt: • Minimal (0–15) • Leicht (16–30) • Mäßig (31–45) • Hoch (46–60) • Sehr hoch (61–80) Die Ergebnisse liefern zudem perzentilbasierte normative Vergleiche, die den ungefähren Prozentsatz früherer Teilnehmer angeben, deren Wert unter dem des Befragten lag.
Ich verspüre einen plötzlichen, unkontrollierbaren Drang, Gegenstände an mich zu nehmen, die mir nicht gehören.
Ich verspüre ein wachsendes Gefühl von Anspannung oder Angst, kurz bevor ich einen Gegenstand stehle.
Ich ertappe mich dabei, wie ich plane oder darüber nachdenke, Dinge mitzunehmen, wenn ich durch Geschäfte gehe.
Ich kann dem Drang, Dinge zu nehmen, die mir nicht gehören, leicht widerstehen.
Der Wunsch, Dinge zu nehmen, fühlt sich wie ein aufdringliches körperliches oder geistiges Verlangen an.
Ich ertappe mich dabei, wie ich Dinge an mich nehme, selbst wenn ich mehr als genug Geld habe, um sie zu bezahlen.
Wenn ich unbeaufsichtigte Gegenstände sehe, verspüre ich sofort den Impuls, sie einzustecken oder zu verstecken.
Wenn ich einen Gegenstand an mich nehme, verspüre ich ein vorübergehendes Gefühl der Erleichterung oder Befreiung von innerem Stress.
In dem Moment, in dem es mir gelingt, etwas zu stehlen, verspüre ich einen intensiven Rausch aus Freude oder Aufregung.
Der Akt, einen Gegenstand an mich zu nehmen, gibt mir in Stresssituationen das Gefühl, mächtig zu sein oder die Kontrolle zu haben.
Ich fühle mich nach dem Entwenden eines Gegenstands neutral oder gleichgültig und spüre keine Veränderung meiner Stimmung.
Ich stehle in erster Linie, weil ich den Gegenstand wirklich brauche oder ihn mir nicht leisten kann.
Das emotionale „Hochgefühl“, das ich beim Stehlen verspüre, lässt sich durch keine andere Aktivität ersetzen.
Nachdem der anfängliche Rausch des Diebstahls abgeklungen ist, verspüre ich ein überwältigendes Gefühl von Schuld, Scham oder Reue.
Ich verstecke, horte oder entsorge heimlich die Gegenstände, die ich entwendet habe, weil ich sie eigentlich gar nicht will oder brauche.
Ich mache mir Sorgen über die rechtlichen, sozialen oder beruflichen Folgen meines Drangs, Dinge zu entwenden.
Meine Beziehungen oder mein Alltag wurden durch mein heimliches Verhalten oder meine Gedanken rund um das Entwenden von Gegenständen beeinträchtigt.
Ich habe versucht, das Entwenden von Gegenständen aus eigener Kraft zu beenden, konnte dieses Verhalten aber im Laufe der Zeit nicht kontrollieren.
Ich fühle mich wohl und im Reinen mit meinen Gewohnheiten in Bezug auf persönliches Eigentum und Einkaufen.
Ich verbringe viel Zeit damit, über vergangene Vorfälle des Entwendens von Gegenständen nachzugrübeln, aus Angst, entdeckt zu werden.
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