Deenz-Skala zur Bewertung des Schweregrads sozialer Ängste
Soziale Angst ist ein Gefühl des Unbehagens und eine intensive Furcht davor, in sozialen Situationen beurteilt und beobachtet zu werden. Normale Schüchternheit ist Teil des menschlichen Verhaltens, doch anhaltende Angst in sozialen Interaktionen kann das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen. Die Deenz Social Anxiety Severity Scale (DSASS) ist ein kurzer psychometrischer Selbsttest, der dabei hilft, Angstempfindungen in sozialen Situationen und bei Leistungssituationen zu bewerten. Während soziale Kontakte und Interaktionen ein grundlegender Aspekt des menschlichen Lebens sind, können Menschen mit anhaltender sozialer Angst häufig unter erheblichen Belastungen, der Furcht vor negativer Bewertung und Vermeidungsverhalten leiden, die das normale Funktionieren beeinträchtigen können. Die DSASS misst drei Kerndimensionen sozialer Angst: Soziale Interaktion, Leistungsangst sowie kognitive und physiologische Symptome. Das Verständnis dieser Facetten kann dabei helfen, spezifische Bereiche zu identifizieren, in denen soziale Belastung am stärksten ausgeprägt ist.
Die Deenz-Skala zur Messung der Schwere sozialer Ängste richtet sich an Erwachsene und Jugendliche, die ihr Ausmaß an sozialen Ängsten besser verstehen möchten. Sie kann auch von Pädagogen, Forschern und Fachkräften im Bereich der psychischen Gesundheit zu Screening- und Forschungszwecken genutzt werden. Die Teilnahme ist vollständig anonym, und die Daten einzelner Sitzungen werden nicht dauerhaft gespeichert.
Diese Untersuchung besteht aus 20 Items, die auf einer Fünf-Punkte-Skala (0 bis 4) bewertet werden. Die Antworten auf die Items werden addiert, um eine Rohgesamtpunktzahl zwischen 0 und 80 zu ermitteln, wobei höhere Werte auf eine stärkere Ausprägung der Symptome sozialer Angst hinweisen. Die Ergebnisse liefern einen Gesamtindexwert sowie Werte für drei spezifische Dimensionen: Soziale Interaktion, Leistungsangst sowie kognitive und physiologische Symptome. Die Dimensionswerte sind auf eine Skala von 0 bis 100 standardisiert. Die Gesamtwerte werden in fünf Interpretationsbereiche eingeteilt: • Minimal (0–15) • Leicht (16–30) • Mäßig (31–45) • Hoch (46–60) • Sehr hoch (61–80) Die Ergebnisse liefern zudem perzentilbasierte normative Vergleiche, die den ungefähren Prozentsatz früherer Teilnehmer angeben, deren Wert unter dem des Befragten lag.
Ich fühle mich angespannt oder ängstlich, wenn ich ein Gespräch mit einem Fremden beginnen muss.
Ich vermeide es, auf Partys oder gesellschaftliche Veranstaltungen zu gehen, auf denen ich die meisten Leute nicht kenne.
Ich fühle mich wohl dabei, meine Meinung in einer Gruppe von Menschen zu äußern.
Ich mache mir Sorgen, dass mir im Gespräch mit anderen nichts einfällt.
Es fällt mir leicht, Augenkontakt mit meinen Gesprächspartnern herzustellen.
Ich mache mir Sorgen darüber, mich neuen Kollegen oder Gleichaltrigen vorzustellen.
Ich verspüre starke Angst, wenn ich vor einer Gruppe sprechen oder etwas präsentieren muss.
Ich fühle mich unbehaglich, wenn ich vor anderen Menschen esse oder trinke.
Ich fürchte mich davor, in irgendeiner Situation im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen.
Ich versuche, öffentliche Reden nach Möglichkeit zu vermeiden.
Ich bin nervös, wenn ich schreibe oder arbeite, während mich jemand beobachtet.
Ich mache mir Sorgen, dass ich mich in der Öffentlichkeit blamiere oder in Verlegenheit bringe.
Mein Herz schlägt schnell oder ich schwitze übermäßig, wenn ich mich in sozialen Situationen befinde.
Nach einer gesellschaftlichen Veranstaltung verbringe ich Stunden damit, alles zu analysieren, was ich gesagt und getan habe.
Ich mache mir Sorgen, dass andere meine körperlichen Angstsymptome wie Zittern oder Erröten bemerken könnten.
Ich gehe davon aus, dass mich andere negativ beurteilen, auch wenn es dafür keine Anhaltspunkte gibt.
Ich verspüre den starken Drang, einen Raum zu verlassen, wenn ich anfange, mich ängstlich zu fühlen.
Ich mache mir Sorgen, dass andere mich langweilig oder sozial unbeholfen finden könnten.
Ich fühle mich in den meisten sozialen Situationen ruhig und entspannt.
Ich stelle fest, dass ich kleine Fehler, die mir bei sozialen Interaktionen unterlaufen sind, überbewerte.
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