Deenz-Skala zur Messung multidimensionaler Co-Abhängigkeit
Laut einer Studie von <a href="https://doi.org/10.1016/S0883-9417(98)80046-0">Hughes-Hammer, Martsolf und Zeller (1998)</a> gelten 40 Millionen Amerikaner als co-abhängig, wobei Frauen am häufigsten und am stärksten betroffen sind. Die Forschungsarbeit versucht zudem zu untersuchen, inwiefern Co-Abhängigkeit und Depression miteinander zusammenhängen und wie sie sich auf das soziale und allgemeine Wohlbefinden eines Menschen auswirken. Eines der anerkanntesten Instrumente zur Messung von Co-Abhängigkeit war die Spann-Fischer-Co-Abhängigkeitsskala (SF-CDS). Da die SF-CDS jedoch bereits 1991 entwickelt wurde, verfolgt die moderne Psychologie einen multidimensionalen Ansatz, anstatt sich ausschließlich auf einen einzigen Gesamtwert zu stützen. Dieser Ansatz ermöglicht es, co-abhängigkeitsbezogene Merkmale über mehrere Bereiche hinweg zu bewerten, darunter Selbstaufopferung, Abhängigkeit von Anerkennung, Schwierigkeiten bei der Grenzsetzung und Beziehungsverstrickung. Die unabhängige Messung dieser Dimensionen liefert ein aussagekräftigeres Profil der zwischenmenschlichen Funktionsfähigkeit und kann dabei helfen, spezifische Stärken und Schwachstellen zu identifizieren. Die Deenz Multidimensional Codependency Scale bewertet Tendenzen zur Selbstaufopferung, die Abhängigkeit von äußerer Anerkennung, Schwierigkeiten bei der Grenzsetzung sowie Muster der Beziehungsverstrickung, die das emotionale Wohlbefinden und die zwischenmenschliche Funktionsfähigkeit beeinflussen können.
Dieser Fragebogen versucht, Beziehungsmuster zu bewerten, die häufig mit Co-Abhängigkeit in Verbindung gebracht werden. Die Teilnehmenden wählen die Antwortoption aus, die am besten widerspiegelt, wie oft jede Aussage ihre typischen Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen beschreibt. Die Untersuchung konzentriert sich auf Selbstaufopferung, das Streben nach Anerkennung, zwischenmenschliche Grenzen und Beziehungsabhängigkeit.
Diese Untersuchung richtet sich an Jugendliche und Erwachsene, die daran interessiert sind, Beziehungsdynamiken, emotionale Abhängigkeit, zwischenmenschliche Grenzen und Tendenzen zur Selbstaufopferung zu verstehen. Die Ergebnisse sollten eher als informativ und aufklärend denn als diagnostisch betrachtet werden.
Die Antworten werden auf einer 5-Punkte-Häufigkeitsskala von 0 (Nie) bis 4 (Sehr oft) bewertet. Jede der vier Dimensionen umfasst sechs Items. Zwei Items innerhalb jeder Dimension werden umgekehrt gewertet, um Antwortverzerrungen zu reduzieren und die Messgenauigkeit zu verbessern. Umgekehrt gewertete Items Questions: Frage 5 | Selbstaufopferung Frage 6 | Selbstaufopferung Frage 11 | Abhängigkeit von Anerkennung Frage 12 | Abhängigkeit von Anerkennung Frage 17 | Schwierigkeiten mit Grenzen Frage 18 | Schwierigkeiten mit Grenzen Frage 23 | Verstrickung in Beziehungen Frage 24 | Verstrickung in Beziehungen Umgekehrt gewertete Items werden vor der Berechnung der Gesamtpunktzahl automatisch anhand der folgenden Umrechnung neu kodiert: 0 → 4 1 → 3 2 → 2 3 → 1 4 → 0 Die Rohwerte der Dimensionen werden berechnet, indem alle sechs Items innerhalb jedes Bereichs summiert werden, nachdem gegebenenfalls die umgekehrte Wertung angewendet wurde. Punktbereich der Dimensionen: Selbstaufopferung: 0–24 Abhängigkeit von Anerkennung: 0–24 Schwierigkeiten bei der Abgrenzung: 0–24 Beziehungsverstrickung: 0–24 Gesamtwert für Co-Abhängigkeit: Der Gesamtwert für Co-Abhängigkeit wird durch Summierung aller 24 Items nach der umgekehrten Bewertung berechnet. Gesamtpunktbereich: 0–96 Höhere Werte weisen auf eine stärkere Tendenz zu dem gemessenen Merkmal der Co-Abhängigkeit hin. Prozentuale Punktzahl = (Rohwert ÷ maximal mögliche Punktzahl) × 100
Ich stelle die Bedürfnisse anderer oft über meine eigenen.
Ich habe Schuldgefühle, wenn ich mir Zeit für mich selbst nehme.
Ich vernachlässige meine eigenen Bedürfnisse, während ich anderen helfe.
Ich fühle mich dafür verantwortlich, die Probleme anderer Menschen zu lösen.
Ich nehme mir Zeit, um mich um meine eigenen Bedürfnisse zu kümmern.
Ich kann meinem Wohlbefinden Priorität einräumen, ohne mich dabei egoistisch zu fühlen.
Ich mache mir Sorgen, andere zu enttäuschen.
Ich suche Bestätigung bei anderen, bevor ich Entscheidungen treffe.
Kritik trifft mich tief.
Ich suche oft Bestätigung bei Menschen, die mir nahestehen.
Mein Selbstwertgefühl bleibt stabil, auch wenn andere mich ablehnen.
Ich bin von meinen Entscheidungen überzeugt, ohne die Zustimmung anderer zu benötigen.
Es fällt mir schwer, Nein zu sagen.
Ich lasse zu, dass andere meine Freundlichkeit ausnutzen.
Ich vermeide Konflikte, selbst wenn mir etwas wichtig ist.
Es fällt mir schwer, meine persönlichen Grenzen zu kommunizieren.
Ich kann „Nein“ sagen, wenn etwas meinen Bedürfnissen oder Werten widerspricht.
Es fällt mir leicht, meine persönlichen Grenzen zu äußern.
Ich lasse mich von wichtigen Beziehungen emotional völlig vereinnahmen.
Meine Stimmung hängt stark davon ab, wie es den Menschen in meinem Umfeld geht.
Manchmal verliere ich in Beziehungen meine eigene Identität aus den Augen.
Ich mache mir übermäßig viele Sorgen um das Wohlergehen von Menschen, die mir nahestehen.
Ich bewahre mir ein Identitätsgefühl, das unabhängig von meinen Beziehungen ist.
Ich kann emotional ausgeglichen bleiben, auch wenn andere Schwierigkeiten haben.
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